Der Cup ist lanciert

Lange stand der America’s Cup vor einer ungewissen Zukunft, Pessimisten fürchteten gar das Aus der ältesten Sporttrophäe der Welt. Nach der ersten Preliminary Regatta vor Cagliari (ITA) ist klar: Der 38. America’s Cup vor Neapel ist lanciert. Die Hoffnung der Italiener, endlich die Auld Mug zu gewinnen, ist grösser denn je und sie hat einen Namen: Peter Burling.

Nach dem 37. America’s Cup vor Barcelona und dem dritten Triumph der Neuseeländer in Serie sicherte sich Ben Ainslie mit der Royal Yacht Squadron erneut das Recht als Challenger of Record. Doch statt einer schnellen Kommunikation über die wichtigsten Eckpunkte zur nächsten Austragung und damit einer Stärkung des Cups beispielsweise gegenüber dem immer wichtiger werdenden SailGP, machten vorerst nur ­negative Schlagzeilen die Runde. Zuerst die Absage von ­Barcelona, den Kiwis für eine weitere Austragung als Host City zur Verfügung zu stehen. Dann die Auflösung des Teams Alinghi Red Bull Racing und der Rückzug von Ernesto ­Bertarelli aus dem Cup. Schliesslich der Streit zwischen Ben Ainslie und seinem früheren Partner und Financier Jim Ratcliff über die Besitzverhältnisse der «Britannia», der AC75 des Teams ­Ineos. Und last but not least der Rückzug von American Magic als US-amerikanischer Herausforderer. Ein America’s Cup ohne Teilnahme der Amerikaner – das gab es in der 175 Jahre dauernden Geschichte der «Formel 1 des Segelsports» noch nie.