Revier der Gegensätze

Es gibt kaum zwei andere Reviere, die so gegensätzlich sind und sich doch so ergänzen, wie die Amalfi-Küste und das Cilento.

Am Schnittpunkt liegt Salerno: Während man dessen ­Altstadt, samt der Küsten-Promenade, als letzten Ausläufer der ­touristisch-mondänen Amalfi-Küste durchgehen lassen könnte, fressen sich die südlichen Ausläufer Salernos bereits in die ländlich geprägten Ebenen des Cilento hinein. Dorthin hat es auch die neue Marina di Arechi verschlagen. In ihr ­finden all jene Yachten einen sicheren Hort, für die im Yachthafen der Stadt – und an den Stegen im Handfelshafen – kein Platz mehr ist. Sitzt man dort bei einem Kaffee, hat man freien Blick auf den Namensgeber der Marina: das Castello di ­Arechi. Dreihundert Meter hoch dräut die Langobarden-Festung über dem Normannen-Dom der Altstadt, einem wahren Wunderwerk der Romanik! Zusammen erzählen sie allen, die sich für mehr als nur für Segeln interessieren, schon viel über die ­wechselhafte Geschichte der Stadt. Es lohnt sich immer, auf den Spuren der Geschichte durch den Kern einer Altstadt zu streifen, Salerno macht da keine Ausnahme. Dabei sollte man schon ein wachsames Auge auf das kulinarische Angebot ­haben. Denn nur so kann die abendliche «cena» auch zu ­jenem Erlebnis werden, wie man es sich von einer «movida ­salernitana», das sich mit «Salernos Lebensgefühl» ­übersetzen lässt, erwarten darf.