Abenteuer mit Italianità
Offiziell lanciert wird die neue «Capelli Alma 27» erst im kommenden Oktober am Salone Nautico von Genua. Die Promot AG als Schweizer Importeurin konnte jedoch für einen exklusiven Test von «marina.ch» eine Vorpremiere auf dem Neuenburgersee organisieren.
Capelli? Das ist doch die bekannte italienische Schlauchboot-Marke, die allerdings oftmals etwas im Schatten von Zodiac steht… Tatsächlich wurde Capelli bezüglich der verbauten Laufmeter Schlauchmaterial auch schon als der grösste Schlauchboothersteller der Welt bezeichnet. Was dabei etwas vergessen geht: Seine Wurzeln hat Cantieri Capelli in den 1970er-Jahren in der Po-Ebene, weit entfernt von den glamourösen Yachthäfen des Mittelmeers. In der kleinen lombardischen Gemeinde Spinadesco – unweit des Ateliers des berühmten Geigenbauers Antonio Stradivari – gründete der leidenschaftliche Bootsfahrer Davide Capelli eine Werft, die zunächst einfache Flussboote aus GFK für die Gewässer Norditaliens fertigte. Das Geschäft florierte, bald unterstützte Sohn Umberto seinen Vater und 1986 präsentierte die Capelli-Werft am Salone Nautico von Genua erstmals ein 4,7 m langes GFK-Fischer- und Freizeitboot – das vom Publikum wohlwollend aufgenommen wurde. In den 1990er-Jahren begann Capelli mit der Produktion von Festrumpf-Schlauchbooten – eine strategische Weichenstellung, die im perfekten Moment erfolgte. Die Kombination aus robustem Rumpf, hoher Seetüchtigkeit und vergleichsweise geringem Gewicht erwies sich als Erfolgsrezept. Heute machen fast 50 verschiedene Schlauchboot-Modelle den wichtigsten Teil des Angebots aus. Das ursprüngliche GFK-Geschäft ging zwar nie ganz vergessen, geriet aber lange Zeit etwas in den Hintergrund. Nun will Cantieri Capelli – seit 2023 mit der finanzstarken…



