Vielseitig und hochwertig

Die neue «Leopard 46» ist robust gebaut und wird schon ab Werft hochwertig und umfangreich ausgestattet. Der Katamaran ist zwar relativ schwer, doch die Segeleigenschaften bleiben agil.

Fast 400 Boote hat die in Südafrika beheimatete Katamaranwerft Robertson and Caine von der Leopard 45 gebaut und verkauft – die Fussstapfen sind für das Nachfolgemodell also einigermassen gross. «Obwohl die 46er als Nachfolgerin der 45er bezeichnet wird, haben wir sie eigentlich als kleine 52er gedacht und entwickelt», erklärte Marketing-Manager Pierre-Yves Chanau während des Tests vor Barcelona. Die ­Leopard 46 stellte sich dort im letzten Herbst der Jury zur Wahl der ­European Yacht of the Year.
Die 45-Fuss-Klasse bei den Katamaranen ist nicht nur für ­private Eigner, sondern auch für den Chartermarkt besonders interessant. Und weil Robertson and Caine seine Leopard-­Katamarane baugleich für Sunsail und Moorings produziert, fliessen immer auch die Erfahrungen aus dem internationalen Chartermarkt in den Design- und Entwicklungsprozess eines neuen Modells ein. Bei der Leopard 46 manifestiert sich das einerseits bei der Flexibilität der unterschiedlichen Ausbau­varianten mit drei, vier oder gar fünf Doppelkabinen – jeweils mit ­eigenem Bad. Andererseits bei der Konzeption von drei ­verschiedenen, grosszügigen Aufenthaltsbereichen an Deck. Der Salon – mit einer Längspantry auf Steuerbord und einer Naviecke in Fahrtrichtung auf Backbord – lässt sich dank ­einer Schiebetüre, die vollständig hinter dem Aufgang zum Steuerstand verschwindet, nahtlos mit dem Achtercockpit ­verbinden. Die beiden an sich schon grosszügigen Ess- und ­Loungebereiche verschmelzen damit zu einer einladenden Einheit. Der steuerbordseitig platzierte Steuerstand bildet die Verbindung zur ­Flybridge. Diese gehört neuerdings zum Standard und bietet mit einem L-Sofa und einer bugwärtigen Sonnenliege mehr Platz und Komfort als bei der Konkurrenz. Sitzend oder liegend ist man zudem vor dem Grossbaum sicher. Als drittes kommt das für Leopard typische und natürlich auch bei der 46 nicht fehlende Bugcockpit mit einem direkten Zugang aus dem ­Salon. Mehrere Sitz- und Liegemöglichkeiten stehen zur ­Verfügung und gerade im Mittelmeer, wo Katamarane oftmals mit dem Heck zum Steg liegen, findet man ausschliesslich hier im Bug die gewünschte Privatsphäre.