Vision oder Utopie?
Die Nachhaltigkeit des Wassersports vorantreiben, die CO2-Neutralität eines Werftbetriebs realisieren, urbane Mobilität auf dem Wasser fördern und mit Sharing-Angeboten den Zugang zum Wasser vereinfachen – was nach Schönfärberei und Wunschdenken tönt, hat Mathias Ganz in seinem Projekt «Seewerk» konkret skizziert.
In Zürich ist zuletzt Verschiedenes zusammengekommen: Nachdem ein Teil der Betonmole des Hafens Tiefenbrunnen im März gesunken war, erhielt die Diskussion um das sich seit über 15 Jahren in Planung befindende Projekt einer neuen Marina Tiefenbrunnen mit Wassersportzentrum und öffentlichen Bereichen eine neue Dynamik. Gleichzeitig sorgte ein Infoblatt der Wasserschutzpolizei der Stadtpolizei Zürich für Ärger, dass in den Stadtzürcher Häfen Elektroboote nur noch tagsüber und unter Aufsicht geladen werden dürfen. Eine Bestimmung, die beispielsweise den Sharing-Anbieter Sailbox in die Bredouille bringt. «Die neue Anordnung schafft eine absurde Situation», erklärte Sailbox-Mitgründer Olivier Lüthold im Interview mit dem Tages Anzeiger. Einerseits will die Stadt Zürich explizit Elektroboote fördern, andererseits erschwert sie deren Betrieb.
«Diese Diskrepanz ist aus meiner Sicht typisch für die aktuelle Situation: Oftmals wird ohne fundierte Grundlagen entschieden», sagt Mathias Ganz. «Die Elektrifizierung auf dem Wasser scheitert nicht an der Technik. Sondern wenn schon an der Umsetzung.»
«Diese Diskrepanz ist aus meiner Sicht typisch für die aktuelle Situation: Oftmals wird ohne fundierte Grundlagen entschieden», sagt Mathias Ganz. «Die Elektrifizierung auf dem Wasser scheitert nicht an der Technik. Sondern wenn schon an der Umsetzung.»



