Volle Kraft voraus
Oliver Heers zweite Vendée-Globe-Kampagne hat Fahrt aufgenommen: Das erste Jahr ist finanziell gesichert, sein Team auf 16 Mitarbeitende angewachsen und sein neu erworbenes Boot einsatzbereit. Neben Segeltalent, Ehrgeiz und einer guten Teamführung ist die Unterstützung durch Sponsoren gerade im Offshore-Segelsport unabdingbar für Erfolg.
Oliver Heer hat es geschafft: Sein Plan, nach der ersten Vendée Globe stärker und mit einer konkurrenzfähigen Imoca zurückzukommen, ist aufgegangen. 2024 belegte er nach 99 Tagen den 29. Platz. Zwar ist auch die «Embrace The Challenge», wie er sein aktuelles Boot nennt, schon zweimal um die Welt gesegelt (siehe Kasten) und gehört nicht zur neusten Generation. Doch die entfesselte Justine Mettraux schaffte es damit bei der letzten Weltumrundung – schon damals kein «neues» Boot mehr – als hervorragende Achte ins Ziel. Diese Imoca bringt Oliver Heer also einen grossen Schritt vorwärts: Er hat nun die Chance, im vorderen Drittel mitzumischen – die technische Entwicklung schreitet rasant voran und ein Teil der Konkurrenz wird neue und damit schnellere Boote segeln. Aber der Skipper hat nicht nur materiell aufgerüstet, sondern auch sein Team vergrössert und sich in Gosport, England, eingerichtet. Es ist also alles bereit für einen deutlichen Leistungssprung von Oliver Heer – sowohl in der Qualifikationsphase zur Vendée Globe als auch während der Weltumsegelung selbst, die in zweieinhalb Jahren startet.



