SUP – eine Sportart für jung und alt

Stand-up-Paddeln (SUP) ist nicht neu – schon seit Jahren bevölkern Paddlerinnen und Paddler die Seen und manche auch die Flüsse oder Meere. Liegt die Sportart überhaupt noch im Trend?

Wer kennt die Fotos von Stand-up-Paddlerinnen nicht, die vor dem perfekten Sonnenuntergang eine perfekte Yogaübung ­ausführen? Oder wer ist nicht schon beim Schwimmen oder bei einem Segelausflug SUP-Gruppen begegnet oder hat Paare ­dabei beobachtet, wie sie rauspaddeln, um die Einsamkeit auf dem See zu geniessen? Diese Bilder gehören schon lange ganz klar zum Sommer in der Schweiz.
«Google Trend ist ein guter Indikator, um zu beurteilen, ob ­etwas gerade – oder immer noch – en Vogue ist», weiss Alessandro Vitale, Business Development Manager von Mint Lama, einer auf Wassersport-Ausrüstung spezialisierten Schweizer Marke. «SUP hat das grösste Wachstum zwar klar hinter sich, ist aber trotzdem noch beliebt.» So sei das SUP-Board auch heuer ­eines der am häufigsten genutzten Wassersportgeräte. «Es gibt deutlich weniger Einsteigerinnen und Einsteiger pro Jahr als auch schon. Aber das heisst nicht, dass wir nicht trotzdem weiterhin Boards verkaufen: Die Anfängerinnen und Anfänger von gestern wechseln heute einfach zu professionellerem ­Material.» Peter Bigler, Geschäftsführer und Gründer der bigSUP GmbH, sieht das ähnlich: «Der Peak ist vorbei. Es gab eine Zeit, da erfuhr Stand-up-Paddeln ein schnelles ­Wachstum. Mittlerweile hat sich die Zahl der Paddlerinnen und Paddler stabilisiert, das sehe ich auch daran, wie viele Anmeldungen ich für meine SUP-Kurse jeweils habe.» Peter Bigler ist aus­gebildeter SUP-Instruktor und beschäftigt sich in seinen ­Kursen mit weitaus mehr als dem Halten der Balance auf dem Brett: «Viele neue Regulierungen und Verbote für ­Wassersportlerinnen und Wassersportler auf den Schweizer Seen entstehen, weil die Menschen die Verhaltensregeln nicht kennen und es zu viele gibt, die zum Beispiel in die Naturschutz­zonen eindringen. Auch wenn diese klar mit einer gelben Boje gekennzeichnet sind. Ich möchte dieser Unbedarftheit entgegen­wirken und gebe den Kursteilnehmenden nützliches Wissen zum Thema SUP und Naturschutz mit auf den Weg. Zudem lernen sie natürlich auch viel über den Wind oder ich zeige ihnen, wie richtiges, kraftsparendes und effizientes ­Paddeln funktioniert. Das erfordert nämlich einen komplexen Bewegungsablauf und ist nicht so einfach, wie man denkt.» Der grösste Prozentsatz seiner Kundschaft sei mindestens 50 Jahre alt. «Ob das ­generell in der SUP-Szene so ist, oder ob es daran liegt, dass ich selbst nicht mehr zu den Jungen ­gehöre und so die entsprechende ­Kundschaft anziehe, kann ich nicht sagen», lacht Peter Bigler.