Rund Europa

The Ocean Race Europe ist eine Crew-Regatta auf Imoca-Yachten, die von der Ostsee bis in die Adria führt. Mit dabei sind sowohl Justine Mettraux als Teil des deutschen Teams Malizia als auch Alan Roura mit seinem Swiss Offshore Team (Simon Koster und Elodie-Jane Mettraux) sowie einem neuen Hauptpartner.

Am 10. August startet in Kiel das Ocean Race Europe – es ­besteht aus fünf Etappen und dauert bis am 21. September. Nach 2021 ist dies erst die zweite Austragung dieser Regatta. Gesegelt wird in Crews von vier Personen, zudem ist pro Yacht ein Onboard-Reporter mit dabei. Das TORE, wie The Ocean Race Europe kurz genannt wird, ergänzt das berühmte Ocean Race (ehemals Whitbread Round the World Race und später Volvo Ocean Race), das alle vier Jahre um die Welt führt. ­Zudem gehört das TORE als eines der ersten Rennen (nach dem Course des Caps und dem Rolex Fastnet Race) zum neuen Qualifikations­zyklus für die Vendée Globe 2028, deren gesamter Qualifikations-Modus angepasst wurde: Im Gegensatz zur letzten ­Austragung setzen die Veranstalter der Vendée Globe nun mehr auf die sportlichen Resultate, die zu einer Teilnahme ­berechtigen, statt ausschliesslich auf die gesegelten Meilen. Eine grössere Anzahl an Regatten im Kalender bietet mehr Gelegenheiten, Events ohne gravierende Konsequenzen auszulassen, denn es wird auch Streichresultate und drei Wild Cards geben. Das spielt Verletzten oder beispielsweise werdenden Eltern in die Karten. «Der neue Qualifikationsmodus bietet insgesamt ­sicher mehr Flexibilität für uns. Allerdings ist es auch so, dass die ­kleineren Projekte mit älteren Booten weniger Chancen haben, sich für die Vendée Globe 2028 zu qualifizieren. Ich denke, das Ganze ist eine Art Work in Progress und wird in vier Jahren wiederum anders gelöst werden», sagt Justine Mettraux dazu. Sie hat bekannt gegeben, eine neue Imoca finanzieren zu ­können, die 2027 eingewassert werden soll. Zuvor nimmt die Genferin nun eben am Ocean Race Europe teil, an Bord der Malizia von Boris Herrmann. Neben dem Deutschen und ­Justine Mettraux, die die Crew während der ersten beiden Etappen verstärkt, sind auch die Italienerin Francesca Clapcich (siehe Beitrag Seite 78), die Amerikanerin Cole Brauer, der Franzose Loïs Berrehar und der Brite Will Harris Teil des Teams. Malizia gehört damit sicher zu den Topteams am Start, trotz starker Konkurrenz. Zwar haben sich nur sieben Imocas für das TORE 2025 gemeldet – wohl weil die sportliche Bedeutung ­verglichen mit anderen Regatten nicht so gross ist – dafür sind insgesamt einige namhafte Skipperinnen und Skipper mit ­dabei (siehe Kasten).